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Das beste Gaming Lenkrad: Logitech, Thrustmaster, Fanatec und Hori im Duell

Das Gaming Lenkrad lässt bei uns Erinnerungen ans Zocken von Daytona am Arcade Automat aufkommen. Zugegeben müsst ihr wohl mindestens 30 Jahre alt sein, um dieses Gefühl schätzen zu wissen. Heutzutage überzeugen Hersteller allerdings mit High-End Lenkrädern, die einem das Gefühl vermitteln am Steuer eines echten Rennwagens zu sitzen. Hierfür ist wohl in erster Linie das Force Feedback verantwortlich. Die elektrischen Antriebe simulieren ein realistisches Fahrgefühl und das ganz unabhängig davon, ob ihr in einem Mini Cooper oder Porsche sitzt.

Wir werden die besten und beliebtesten Gaming Lenkräder miteinander vergleichen, um zu sehen ob Logitech wirklich besser als Thrustmaster ist und welche Optionen sonst noch zur Auswahl stehen.

#1 Die Allrounder

Logitech G920 Gaming Lenkrad

Logitech G29 / Logitech G920

  • Lenkbereich: 900 Grad
  • Typ: Force Feedback
  • Kompatiblität: PS4, PS3, PC (G29) Xbox One (G920)
  • Gute Pedalen
  • Lederumzogenes Lenkrad
  • Force Feedback nicht perfekt

Seit Jahren ist Logitech für seine schlichten Gaming Lenkräder bekannt. Mit Logitech G25 und G27 haben sie allerdings die ersten High-End Geräte hergestellt.

Das Logitech G29 für die PS4 und G920 für die Xbox One ähneln den älteren Modellen sehr. Dies kommt mit Vor- und Nachteilen:

Zum einen sind die neuen Lenkräder viel günstiger als die T-300-Serie vom Konkurrenten Thrustmaster. Zudem sind sie auch noch hochwertig verarbeitet.

Der Kern der Gaming Lenkräder ist aus Metall und an der Stelle wo ihr eure Hände haltet mit Leder überzogen.

Logitech G29 Gaming Lenkrad

Mit dem Logitech G29 erhaltet ihr viele Extras und das ganze ohne dabei draufzuzahlen. Das Pedal ist viel besser als andere Modelle in seiner Preisklasse und kommt mitsamt Kupplung und sehr festen Metallplatten. Also weit entfernt vom üblichen Plastikmüll.

Es gibt jedoch einen Grund ein Lenkrad von Thrustmaster zu bevorzugen. Die Lenkräder von Logitech verwenden immer noch ein komplett auf Zahnrädern basierendes System für ihr Force Feedback (Kraftrückmeldung) anstelle von Riemen. Dies kommt zur Geltung wenn man das Gaming Lenkrad dreht, denn seine Bewegung ist eher hakelig und weniger flüssig.

Nach einer Weile gewöhnt man sich allerdings daran, aber es macht die ganze Erfahrung etwas weniger realistisch.

Das Logitech G29 und G920 sind zudem auch ein wenig lauter als die teureren riemengetriebenen Modelle.

Logitech G920 Gaming Lenkrad

#2 Die Bestseller

Thrustmaster TX Gaming Lenkrad

Thrustmaster T300 RS / TX

  • Lenkbereich: 1080 Grad
  • Typ: Force Feedback
  • Kompatiblität: PS4, PS3, PC (T300 RS) Xbox One (TX)
  • Leistungsstarkes und geschmeidiges Force Feedback
  • Gut verarbeitetes Lenkrad
  • Für gute Pedalen muss draufgezahlt werden
  • Lenkrad nur mit Gummi umzogen

Das Thrustmaster T300 RS und TX sind die “Standard” Lenkräder für Enthusiasten und einer der besten obendrein. Es gibt mittlerweile das noch teurere T-GT, aber mit seinen 699,00 € sprengt es wohl den Budgetrahmen der meisten Gamer.

Was den Thrustmaster T300 RS und seine Geschwister so einfach zu empfehlen macht, ist das neue Force-Feedback-System. Die bürstenlosen Motoren verleihen dem Gaming Lenkrad die perfekte Kombination aus Kraft und Geschmeidigkeit. Dies sorgt für ein unglaubliches Gefühl an Realismus zu einem guten Preis.

Mit jedem Force Feedback Lenkrad werden realistischen Rennspielen wie DriveClub und Forza Motorsport eine ganze neue Dimension des Spaßes verliehen und zu dem Preis sind die Modelle von Thrustmaster die offensichtlich beste Wahl.

Thrustmaster T300 RS Gaming Lenkrad

Das Gurtsystem sorgt nach einiger Zeit für ziemlich viel Wärmer, aber nach zirka 10 Minuten setzt ein Lüfter ein der das ganze System etwas abkühlt. Dies ist jedoch nicht störend und leiser als der des Logitech’s G29.

Besitzer einer Xbox One müssen auf das TX Gaming Lenkrad zurückgreifen, während es sich bei dem T300 RS um ein PS4 Exklusivmodell handelt. Der Traum ist natürlich ein Lenkrad das mit allen Systemen kompatibel ist, aber darauf müssen wir wohl bei dieser Generation verzichten.

Allerdings wird bei solchen Sets auch gern mal etwas an Geld eingespart. Das Lenkrad ist zwar sehr solide und griffig, verwendet allerdings einen Gummigriff anstelle eines Ledergriffs.

Viele Leute werden sich mit dem Material sicherlich zufrieden geben, aber nach dem Einsatz des G29 haben wir das Gefühl des hochwertigen Leders ein wenig vermisst.

Thrustmaster TX Gaming Lenkrad

Die Pedale des T300 RS und TX sind leider auch nicht besonders lobenswert. Die Kappen sind zwar aus Metall, aber der Kern besteht im Grunde genommen aus einer billigen Plastikkonstruktion.

Hier bieten sich als leider nicht allzu günstige Lösung die Pedalboards des T3PA oder T3PA Pro an. Zusätzlich gibt es mit TH8A sogar ein Schaltgetriebe, falls ihr auf ein klassisches Fahrgefühl beim Zocken nicht verzichten möchtet.

#3 Die Elite der Gaming Lenkräder

Fanatec CSL Elite

  • Lenkbereich: 1080 Grad
  • Typ: Force Feedback
  • Kompatiblität: PS4, PS3, PC, Xbox One
  • Perfektes Force Feedback
  • Viel zum nachrüsten
  • Keine Vibrationsfunktion im Standard-Lenkrad
  • Kann teuer werden beim aufrüsten

Fanatec hat einige der besten und teuersten Lenkräder im Line Up. Das Fanatec CSL Elite ist eines der erschwinglicheren Modelle, die für ein Mainstream-Publikum entwickelt wurden und dies nicht zuletzt weil es die Konsolen und den Gaming PC unterstützt.

Wie immer gibt es auch hier verschiedene Versionen für die PS4, Xbox one und die etwas günstigere PC-Variante.

Das Force Feedback erreicht ein Niveau das über dem des Thrustmaster T300 RS liegt. Grob zusammengefasst noch glatter und präziser, schneller und sauberer. Es ist ein ausgezeichnetes Gaming Lenkrad und kommt sogar mit einem Drehzahlmesser, der mittlerweile von einigen Spielen unterstützt wird.

Fanatec CSL Elite Gaming Lenkrad Advanced Pack

Die Pedalen von Fanatec sind hervorragend, mit stabilen Metallrahmen und realistischen Bremsdruck. Ihr könnt dank der Lord Cell Technik den Druck sogar selbst bestimmen. Der Widerstand kann sogar so stark eingestellt werden, dass ihr für das CSL Elite einen Rahmen benötigt, in den ihr die Pedale befestigt. Aber der Preis zeigt auch ganz klar dass dieses Gaming Lenkrad ein Premium-Modell ist.

Wenn ihr euch das Fanatec CSL Elite genauer anschaut, könnt ihr Festellen dass es von Nerds für Nerds gemacht wurde. Wer würde sonst dieses Discokugel-Design auf der Oberfläche wählen? Nicht alle lieben den Look, aber zumindest glänzt die Kugel nicht auch noch.

Das mitgelieferte Lenkrad ist groß, gut verarbeitet und sieht so aus als könnte es eine Apokalypse überleben. Allerdings hat Fanatec auch einige schönere Exemplare zur Auswahl. Wie bei den Lenkrädern von Thrustmaster könnt ihr auch diese Modelle nachträglich aufrüsten.

Fanatec CSL Elite Gaming Lenkrad

Das P1-Lenkrad hat gummierte Griffe und kommt ganz ohne verbaute Vibrationsmotoren aus. Alle Effekte kommen ausschliesslich von den Force Feedback Motoren. Einige der teueren Gaming Lenkräder haben jedoch auch Vibrationen die direkt in die Basis integriert sind.

Ihr braucht einiges an Geld um das CSL Elite optimal nutzen zu können und selbst die Standardausstattung ist nicht gerade billig. Aber solange ihr euch mit dem Basismodell zufrieden geben könnt und Upgrades vermeidet, werdet ihr mit diesem Set sehr glücklich sein.

#4 Das Arcade Gaming Lenkrad

Hori Apex Gaming Lenkrad

Hori Apex / Overdrive

  • Lenkbereich: 270 Grad
  • Typ: N/A
  • Kompatiblität: PS4, PS3, PC (Apex) Xbox One (Overdrive)
  • Relativ günstig
  • Perfekt geeignet für Arcade-Rennspiele
  • Kein Force Feedback

Der Hori vibriert zwar wenn ihr driftet, gegen eine Barriere fahrt, auf ein anderes Auto trifft oder über Straßenmarkierungen fährt, aber bietet eher wenig Herausforderungen. Es gibt ein wenig Widerstand in den Kurven und macht sich selbstständig, wenn ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, aber da keine Motoren in der Basis vorhanden sind, bleibt leider auch viel von dem realistischem Gefühl weg.

Solltet ihr Spiele wie Project Cars zocken, dann kommt der Hori nicht Ansatzweise an das Spielerlebnis mit dem Thrustmaster T150 heran. Allerdings ist der Hori perfekt für Arcade-Rennspiele von denen eh die meisten auf Vibrationen-Effekte zugreifen und Force Feedback gar nicht erst unterstützen. Die teureren Lenkräder taugen bei Spielen wie beispielsweise Need for Speed einfach nichts.

Der Hori vibriert zwar wenn ihr driftet, gegen eine Barriere fahrt, auf ein anderes Auto trifft oder über Straßenmarkierungen fährt, aber bietet eher wenig Herausforderungen. Es gibt ein wenig Widerstand in den Kurven und macht sich selbstständig, wenn ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, aber da keine Motoren in der Basis vorhanden sind, bleibt leider auch viel von dem realistischem Gefühl weg.

Hori Overdrive Gaming Lenkrad

Dadurch ist das Hori Apex / Overdrive allerdings auch viel leichter als jedes andere Gaming Lenkrad.

Es ist ganz klar für Rennfahrer gemacht die alle paar Sekunden Nitro einsetzen möchten und es versucht zwanghaft alle Haupttasten der PS4 auf für die Fingerspitzen zugänglich zu machen.

Dies scheint aber auch alles zu sein, was Hori mit dem Gaming Lenkrad erreichen wollte. Der Hersteller konzentriert sich ganz klar auf Arcade Peripheriegeräte und dies ist eindeutig ein Arcade Lenkrad. Und während das Logitech G29 es wie ein Spielzeug aussehen lässt, ist es um Meilen besser als die markenlosen Rennlenkräder zwischen 30 bis 50 Euro, die ihr vielleicht im Laufe der letzten Jahre ausgetestet habt.

#5 Die Low-Budget Gaming Lenkräder

Thrustmaster T150 Gaming Lenkrad

Thrustmaster T150 / TMX

  • Lenkbereich: 1080 Grad
  • Typ: Force Feedback
  • Kompatiblität: PS4, PS3, PC (T150) Xbox One (TMX)
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gutes Force Feedback
  • Fühlt sich leicht billig an

Während diejenigen mit einem hohen Budget wohl eher zum T300 RS oder seinen Geschwistern greifen, gibt es für die Sparfüchse noch eine kostengünstige Variante, die immer noch viele der gleichen Vorteile zum halben Preis bietet.

Für PS4 Besitzer gibt es das Thrustmaster T150 und für Xbox Besitzer das Thrustmaster TMX.

Sie verwenden die gleiche Technologie wie die der großen Brüder, aber was sind dann die Unterschiede zwischen T300 RS und T150? Der größte Unterschied ist, dass das T300 RS eine Force-Feedback-Funktion hat, die ausschließlich von Riemen angetrieben wird, während das T150 eine Kombination aus einer Schrägverzahnung und einem Riemen verwendet.

Wie zu erwarten war, liegt das Resultat auf halben Weg zwischen dem Logitech G29 und dem T300 RS. Es fühlt sich geschmeidig an, aber hier und da könnt ihr die Wirkung des Getriebemotors spüren, wenn ihr mit hoher Geschwindigkeit in einer Kurve versucht gegenzusteuern.

Angesichts des Preises sind die Gaming Lenkräder jedoch großartig.

Thrustmaster T150 Gaming Lenkrad

Die Teile, die bei den teureren Thrustmaster Modellen allerdings schon etwas billiger erscheinen, wirken hier direkt noch schlechter. Die Pedalen sind komplett aus Plastik, extrem dünn und weit von der Qualität der Logitech Lenkräder entfernt. Durch den geringen Widerstand fühlen sie sich zudem wie eine Arcade Variante an, während das Force-Feedback eher ein realistischeres Fahrgefühl bietet.

Das Äußere des Lenkrads selbst ist ebenfalls komplett aus Kunststoff, ohne die bekannten Metallteile, die Thrustmasters Lenkräder normalerweise weniger wie Spielzeug aussehen lassen.

Das Thrustmaster T150 ist ein Gaming Lenkrad, das viel mehr auf Substanz als auf Luxus setzt. Falls es noch günstiger sein sollte, könnt ihr auch zum T80 greifen, aber da es kein Force Feedback bietet, befindet es sich in einer ganz anderen Liga.

Thrustmaster TMX Gaming Lenkrad

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