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Aufgeklärt: Das muss eine gute Gaming Maus 2018 können

Falls ihr euch gerade einen der besten Gaming PCs gekauft haben solltet, ist es vielleicht an der Zeit ihn mit einer guten Gaming Maus zu verbinden. Nachdem ihr womöglich viel Geld für einen neuen PC oder Laptop zum Zocken ausgegeben habt, möchte man am liebsten seine Ausgaben etwas zurückfahren. Allerdings möchtet ihr euch jetzt sicherlich nicht mit einer mittelmäßigen Gaming Maus zufrieden geben. Stattdessen solltet ihr euren wunderbaren Rechner mit vergleichbar hochwertigen Peripheriegeräten kombinieren. Zum Glück seid ihr hier genau richtig, denn wir zeigen euch neben unseren Favoriten, was eine gute Gaming Maus im Jahr 2018 ausmacht.

Wie bei bei dem meisten PC Zubehör werdet ihr feststellen, dass viele Leute die teuerste Ausrüstung auch für die beste halten. Allerdings sollte auf der Suche nach einer Maus zum Zocken in erster Linie auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert gelegt werden und nicht auf das höchste Preissegment. Und genau das haben wir in unserer Liste der besten Gaming Mäuse 2018 beachtet. Die Roccat Kone Pure kostet beispielsweise genauso viel wie ein neues Spiel und überzeugt dabei in jeder Hinsicht. Hier verbessert ihr also nicht nur euren Spielstil, sondern spart dabei auch noch einiges an Geld ein.

1. CPI / DPI

DPI bedeutet dots per inch, also Punktdichte. Manche Hersteller benutzen hier auch die Maßeinheit CPI (counts per inch), welche bei einer Gaming Maus die gleiche Bedeutung hat. Dies gibt die Sensitivität an und zwar wieviele Bildpunkte oder Pixel sich eure Maus bewegt, wenn ihr sie einen Zoll auf eurem Mauspad verschiebt. Je mehr DPI eine Gaming Maus besitzt desto schneller könnt ihr sie über den Bildschirm bewegen und desto weniger Bewegung ist vonnöten um eine gewisse Distanz zu überbrücken. Bei einer optischen Gaming Maus liegt die Maximalauflösung meistens zwischen 800 bis 1600 DPI/CPI, sie kann aber auch höher sein. Um diese Zahl anzuheben müssen Hersteller virtuelle Pixel in vier oder mehr Bruchteile davon unterteilen. Dies kann in hohen Zahlenbereichen zu Ungenauigkeiten und Errors führen, also sind hohe CPI-Zahlen nicht immer besser. Lasst euch also nicht von solchen Angaben beeindrucken.

DPI CPI Gaming Maus

Ihr solltet bei eurer Gaming Maus darauf aufpassen, was für eine Art von Games ihr zockt und wie euer Gameplay verhalten ist. Ihr braucht nicht unbedingt eine Maus zum Zocken mit 6000 DPI, wenn ihr wie z.B. bei CS:GO mit einer eher geringen Sensitivität von etwa 800 DPI spielt. Bei Ego Shootern wie Overwatch benötigt man allerdings eine höhere Punktdichte, um sich schneller im Kreis drehen zu können. Generell solltet ihr also euer Geld nicht an einer Maus mit einer hohen DPI-Zahl verschwenden, wenn ihr diese nicht benötigt. Natürlich ist haben besser als brauchen, aber letztendlich könnt ihr mit der richtigen Einschätzung ordentlich Geld sparen.

2. Mausbeschleunigung

Wie das Wort bereits verrät, beschleunigt sich die Bewegung des Mauszeigers in Abhängigkeit mit der Geschwindigkeit eurer tatsächlichen Mausbewegung. Angenommen ihr bewegt eure Gaming Maus in einer Sekunde ein Zoll über das Mauspad, dann überbrückt ihr 500 Pixel auf dem Display. Schaltet ihr die Mausbeschleunigung an und bewegt die Maus in einer halben Sekunde einen Zoll über das Mauspad, dann bewegt sich der Mauszeiger 750 Pixel über das Display. Es gibt Leute die gut mit dieser Beschleunigung umgehen können, aber für viele Gamer und vor allem die nicht daran gewöhnt sind, fühlt sich diese Mausbeschleunigung unangenehm und unnatürlich an. Schaut dafür am besten in den Treibereinstellungen eurer Gaming Maus, denn die Mausbeschleunigung lässt sich meist an oder ausschalten.

mausbeschleunigung gaming maus

3. Angle Snapping

Angle Snapping oder am Winkel ausrichten ist ein Feature welches nicht jede Maus zum Zocken besitzt und auch hier bleibt die Frage im Raum stehen, wie sehr es wirklich dem Gamer hilft. Hiermit wird eure Gaming Maus dazu gezwungen, solange die Bewegungen innerhalb eines gewissen Toleranzrahmens bleibt, auf einer festen und geraden Linie zu bleiben.

angle snapping gaming maus

Auf dem oberen Teil des Bildes seht ihr beispielsweise eine Linie die eine Mausbewegung von links nach rechts anzeigt, wenn Angle Snapping deaktiviert ist und auf dem unteren Teil mit aktiviertem Angle Snapping. Dies kann euch bei Shootern helfen um auf Kopfhöhe zu bleiben. Es kann sich aber auch beim Zocken negativ auswirken, da sich diagonale Bewegungen sprunghaft anfühlen können.

4. Lift-Off-Distance

Lift Off Distance beschreibt die maximale Distanz von Gaming Maus zu Mauspad in der die Maus noch ein Signal übertragen kann. Geringe LODs verhindern dass ihr eure Maus aus Versehen noch weiterbewegt, wenn ihr die Position korrigieren müsst. Um die Maus so wenig wie möglich anheben zu müssen, helfen ebenfalls noch größere Mauspads, wie das SteelSeries QcK +, auf denen ihr mehr Bewegungsfreiheit habt.

lift-off-distance-gute-gaming-maus

5. Polling Rate

Die Polling Rate beschreibt wie oft sich Computer und Gaming Maus pro Sekunde absprechen und Signale übertragen. Eine Maus mit einer Polling Rate von 125 Hz (Hertz) signalisiert dem Computer 125 mal die Sekunde, wo sie sich gerade befindet. Dies entspricht einer Reaktionszeit von 8 ms (Millisekunden). Viele Gaming Mäuse unterstützen auch Ultrapolling und damit eine Abtastrate von bis zu 1000 Hz, sprich einer Reaktionszeit von 1 ms. Dies kann extrem nützlich sein, wenn es um Präzision in Spielen geht. Auch hier gilt wieder mehr bedeutet nicht zwangsläufig besser. Eine gute Treibersoftware lässt euch die Polling Rate manuell einstellen um Errors oder Informationsüberfluss zu verhindern. Selbst ausprobieren um den optimalen Wert herauszufinden, ist mal wieder die beste Variante.

6. Laser oder Optisch?

Die Frage ob eine optische oder eine Laser Maus besser zum Zocken geeignet ist, ist nicht so einfach zu beantworten. Fest steht dass eine optische Maus generell weniger DPI unterstützt, während eine Laser Maus höhere DPI-Werte verarbeiten kann, teurer ist und im Gegensatz zu einer optischen Maus auch auf spiegelnden Oberflächen, wie beispielsweise Glas funktioniert.

7. Extratasten

Gaming Mäuse besitzen häufig noch mehr Fähigkeiten als Links- und Rechtsklick. Dies geht von Extra-Buttons die als Vor- und Zurücktasten im Browserfenster dienen können bis hin zu DPI-Schaltern oder Macrobefehlen die für MMOs und MOBAs oder andere Games eingesetzt werden können. Wer über die Grenzen der eigentlichen Maus hinaus geht, kann sich sein Gaming-Erlebnis personalisieren und verbessern.

Gaming Maus Extratasten

8. Gewicht

Einstellbare Gewichte können auch von Relevanz bei dem Kauf einer guten Gaming Maus sein. Wer wirklich viel damit hantiert und auf exakte Präzision angewiesen ist, der wird auch Anspruch an die Individualisierung des Gewichts haben.

9. Maus-Griffe

Wenn ihr all diese Begriffe beachtet habt, gibt es nur noch die Frage was genau für euch am gemütlichsten ist. Hier gibt es drei grundsätzliche Griffarten die ihr kennen solltet: Der Palm Grip ist die bekannteste Art bei der eure Handfläche größtenteils auf der Gaming Maus liegt. Eure Handfläche liegt oben auf, Daumen und kleiner Finger an den beiden Seiten. Die Mausbewegungen führt ihr mit dem Arm durch. Nummer Zwei ist der Claw Grip. Dieser ist vergleichbar mit dem Palm Grip, allerdings sind hier eure Finger angewinkelt und liegen mit den Fingerspitzen auf den Maustasten auf. Der Arm stabilisiert die Haltung der Maus. Die letzte Griffart ist der Fingertip Grip, bei der ihr die Maus mit den Fingerspitzen berührt. Dies ermöglich die schnellste Art der Bewegung und wird als der optimale Gaming Grip angesehen. Hier wird die Bewegung eher durch Drücken und Verschieben der Fingerspitzen beeinflusst und weniger mit dem Arm.

Maus-Griffe

10. Die besten Gaming Mäuse 2018

Unsere Favoriten

#1 Die Smarte

Logitech G903

  • DPI: 12.000
  • Eigenschaften: Kabelloses Aufladen via Logitech PowerPlay Mauspad, bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit (32 ohne LED), PMW3366 optischer Sensor, kabellose Lightspeed-Technologie

Unbeeindruckt von jahrelangem Spott wegen ihrer vergleichsweise hohen Latenz, hat die Logitech G900 bereits bewiesen, dass kabellose Gaming Mäuse nicht mehr grottenschlecht sein müssen. Obwohl es sich nur um ein kleines Upgrade dieses Modells handelt, überzeugt uns die Logitech G903 auf ganzer Linie. Mit der leicht veränderten Optik der G900 und dem hauseigenen Logitech PowerPlay Mauspad, welches Gleichzeit als kabelloses Ladegerät dient, ist die Logitech G903 eine teure und dennoch lohnenswerte Investition. Auf der einen Seite könnte der Preis ein wenig abschreckend wirken, auf der anderen Seite erhält man aber eine Wireless Gaming Maus mit hoher DPI, die sogar mit den besten Modellen von Razer locker mithalten kann.

#2 Der König

SteelSeries Rival 600

  • DPI: 12.000
  • Eigenschaften: Lift-off-Distanz, einstellbares Gewicht, mechanische Schalter für 60 Millionen Klicks

SteelSeries erlebt eine Art Renaissance im Jahr 2018 und es dafür gibt es wohl keinen größeren Beweis als die SteelSeries Rival 600. Mit der perfekten Anzahl an Seitentasten, individuell anpassbarem Gewicht und echter RGB-Beleuchtung wird die Rival 600 das Herzstück eures Gaming Schreibtisch sein. Aber auch jenseits der Ästhetik ist die Rival 600 weit besser als andere Mäuse in ihrer Preisklasse. Sie verfügt nicht nur über einen 12.000 DPI-Sensor und befriedigende mechanische Schalter, sondern bietet darüber hinaus einen optischen Tiefensensor, der den Mauszeiger beim anheben vom Mauspad fehlerfrei hält. Dies ist unserer Meinung nach die beste Gaming Maus, die ihr derzeit kaufen könnt.

Vollständige Rezension lesen: SteelSeries Rival 600

#3 Die Umfangreiche

Asus ROG Gladius II

  • DPI: Bis zu 12.000
  • Eigenschaften: 50 g Beschleunigung, auswechselbare Omron-Schalter, RGB-Beleuchtung

Auffällig und begehrenswert gibt es keinerlei Verwirrung, warum die Asus ROG Gladius II ein wenig teurer als andere Gaming Mäuse in seiner Klasse ist. Mit austauschbaren Tasten, einer Schnittstelle zum anpassen der Empfindlichkeit und einem klickbaren Scroll-Rad verfügt die Maus über alle Teile, nach denen sich Gamer sehnen. Obendrein gibt es sogar noch eine RGB-Beleuchtung für diejenigen, die sich an Anpassungsmöglichkeiten nicht sattsehen können. Auch wenn es wie viele andere in seiner Preisklasse leider keine austauschbaren Gewichte bietet, fühlt sich alles andere angenehm und so gut wie nur möglich an. Der hohe DPI-Wert und die 50 g Beschleunigung machen die Asus ROG Gladius II zu einem echten Meisterwerk, trotz fehlender Features in Bereichen, an die bei preiswerteren Mäusen bereits gedacht wurde.

#4 Die Gemütliche

Corsair Glaive RGB

  • DPI: Bis zu 16.000
  • Eigenschaften: Austauschbare Daumengriffe, 3-Zonen-Hintergrundbeleuchtung, Pixart 3367 Sensor, Omron-Schalter, DPI Statusanzeige

Es ist offensichtlich dass die Corsair Glaive RGB-Maus so konzipiert wurde, dass sie sich mit der Razer DeathAdder Elite messen kann. Und während Corsair mit seinen PC-Gehäusen, Gaming Tastaturen, RAM, Kühlsystemen und Netzteilen viel Erfolg hatte, ist es um eine Corsair-Maus wegen des Mangels an Geschichte eher schlecht gestellt. Glücklicherweise ist die neuste Gaming Maus des Unternehms auf Komfort ausgelegt. Sie verfügt über eine Beschichtung aus Soft-Touch-Farbe und austauschbare Daumengriffe, die die Ergonomie noch weiter verbessern. An dieser Stelle sind die 3-Zonen-RGB-Hintergrundbeleuchtung und der Pirat Sensor mit hoher DPI (ganz zu schweigen von den eleganten DPI-Statuslichtern) ein bloßer Bonus.

#5 Der Alleskönner

Razer Naga Trinity

  • DPI: 16.000
  • Eigenschaften: Austauschbare Seitenteile, Razer Chroma Unterstützung, 1000-Hz-Ultrapolling

Wenn ihr die Art von Spieler seid, die sich nicht mit einem Genre zufrieden geben, kann es wirklich eine Herausforderung sein, die beste Gaming Maus zu finden. Glücklicherweise ist die Razer Naga Trinity für euch da. Die Mäuse der Naga Serie waren ursprünglich auf MMO-Spieler ausgerichtet, aber Razer war nicht zufrieden nur diese Nische mit der Naga Trinity anzusprechen und setzt somit auf 3 leicht austauschbare Seitenplatten, so dass ihr eure Maus an das gewünschte Spiel anpassen könnt. Ausgestattet mit einem wahnsinnigen 16.000 DPI 5G Sensor und der Razer Chroma RGB Beleuchtung und schon habt ihr den besten Allrounder des Jahres.

4 Kommentare zu “Aufgeklärt: Das muss eine gute Gaming Maus 2018 können

  1. Ich hatte ne zeitlang den Fireglider, ziemlich gute Maus für mittlerweile einen echt kleinen Preis.
    Hält und hält, da kann man echt nicht meckern.

    So als kleine Ergänzung zum Eintrag!

  2. Ich habe seit Jahren meine heiß geliebte Gaming Maus von Razer und bin damit super zufrieden. Ich persönlich bevorzuge weder Laser noch Optisch, mir fällt da ehrlich gesagt kein Unterschied auf, aber gut 😉
    Danke übrigens für die ausführliche Begriffserklärung, einiges davon wusste ich noch nicht.

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