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Aufrüsten mit SSD – diese Fakten müssen Gamer kennen!

Bei der Aufrüstung von Gaming PCs sind SSD-Festplatten unverzichtbare Komponenten. Sie sind schneller als HDDs, beugen nervigen Ladezeiten vor und begeistern mit erhöhter Langlebigkeit. Dennoch ist SSD nicht gleich SSD und der Kauf muss gut durchdacht sein. Die hier arrangierten Informationen sollen euch die Entscheidung erleichtern.

Klarheit im Begriffs-Dschungel – SATA und PCIe

Wer sich erstmals mit SSDs beschäftigt, wird mit diversen Begriffen und Abkürzungen konfrontiert. Ein besonderes Augenmerk gilt es unter anderem auf SATA und PCI Express (kurz PCIe) zu legen. Gemeint sind zwei unterschiedliche Anschlussarten für Festplatten im M.2 Format (Spezifikation). SATA SSDs sind Festplatten mit SATA-Port, SSDs mit PCIe nutzen einen PCI Express Steckplatz (Slot). „Während Sie bei einer SATA-Schnittstelle keine weiteren Einstellungen an Ihrem PC vornehmen müssen, damit dieser die SSD Festplatte erkennt, ist dies bei der PCIexpress Festplatte anders.“, erklärt die Redaktion unter festplatte.com in einem SSD-Festplatten-Ratgeber. Bei PCIe müsst ihr hingegen „ein paar veränderte Einstellungen definieren, damit das Laufwerk auch als solches erkannt wird“, so der Verbrauchertipp. 2,5 Zoll SSD-Festplatten mit SATA 3 Standard bieten Datenraten von rund 550 MBps. Höhere Datenraten sind mit SSDs mit PCIe möglich. M.2-Laufwerke, die mit SATA kompatibel sind, setzen einen entsprechenden M.2 Slot voraus.

Ob letztlich eine SSD mit SATA oder PCI Express die bessere Wahl ist, hängt unter anderem davon ab, ob regelmäßig große Datenmengen bearbeitet werden müssen. Viele Gamer werden in der Praxis zwischen SATA und M.2 SSD mit PCIe kaum einen Unterschied feststellen. SSDs im M.2 Format mit SATA lassen sich hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit mit 2,5-Zoll-Modellen vergleichen. Sie kommen ohne Kabel aus. Die Alternative mit PCIe ist bei der Datenübertragung zwar deutlich schneller, aber auch teurer. Halten sich die Datenmengen in Grenzen, können SATA-SSDs völlig genügen und Sparpotenzial bringen.

M.2 und Kühlung

SSDs im M.2-Format sind kompakter als 2,5 Zoll Modelle – aufgrund der geringeren Größe können sie schneller erhitzen. Insbesondere, wenn die Speicherchips eine Dauerbelastung aushalten müssen, kommt es vor, dass sie ihre Leistung zur Kühlung senken. Bei Bedarf schafft ein ergänzender Kühlkörper Abhilfe. Ist das Gaming PC Gehäuse ausreichend belüftet, braucht es in der Regel keine separate Kühlung.

HDD und SSD in Kombination

Weil HDDs im Verhältnis zur SSD immer noch deutlich mehr Speicherplatz für ihr Geld mit sich bringen, haben die älteren Festplatten nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. Zum Vergleich: Für einen Anschaffungspreis von rund 50 Euro sind SSDs mit 500 GB erhältlich – für den gleichen finanziellen Aufwand sind HDDs mit 1 TB verfügbar.

Hinzu kommt, dass bei SSDs die Grenze für Speicherplatz niedriger liegt als bei HDD. Deshalb kann es beim Aufrüsten eines Gaming PCs mit HDD-Festplatte durchaus Sinn machen, Letztere weiterhin zu nutzen und eine SSD lediglich als Ergänzung anzuschließen – nicht aber als Ersatz. Ein Mix aus beiden Festplatten verschafft zusätzlich Flexibilität und ihr profitiert von einem günstigen Verhältnis zwischen Leistung und Speicherkapazität. Vorteilhaft wäre folgende Nutzungsform:

  • HDD: Hier werden Daten gespeichert sowie Programme, die nicht täglich im Einsatz sind. Die HDD ist der ideale Massenspeicher.
  • SSD: Sie sollte für das Betriebssystem und eure Lieblingsspiele Anwendung finden. Die SSD beschert euch künftig das gewünschte Tempo.

Lebensdauer von SSDs prüfen – Terabytes Written (TBW)

Eine hohe Haltbarkeit von SSDs ist für Gaming PC wichtig. Weil die Speicherzellen in den Festplatten durch Schreibvorgänge verschleißen, spielt es hinsichtlich der Langlebigkeit eine entscheidende Rolle, mit vielen Bits jede Zelle beschrieben werden kann. Aufschluss über die Mindesthaltbarkeit von SSDs geben Hersteller über die Angabe Terabytes Written, kurz TBW (auch Total Bytes Written). Die Angabe TBW sagt aus, mit welcher Datenmenge die SSD ohne Ausfall beschrieben werden kann.

Laut dem Datenrettungsspezialisten KLDiscovery Ontrack GmbH aus Böblingen, liegt eine typische TBW-Größe bei einer 250 GB SSD zwischen 60 und 150 Terabytes Written. „Um eine garantierte TBW von 70 zu erreichen, müsste ein Benutzer 190 (!) GB täglich über einen Zeitraum von einem Jahr schreiben“, erklärt das Unternehmen in seinem Blog zum Thema SSD-Lebensdauer unter ontrack.com. Im genannten Beispiel müsste der Nutzer zwei Drittel der Festplatte täglich mit neuen Daten füllen – nach Meinung der Experten von Ontrack ein sehr unwahrscheinliches Szenario in der „normalen Consumer-Umgebung“. Auch Gamer können dahingehend entspannt bleiben. Selbst SSDs mit verhältnismäßig wenig Terabytes Written sollten genügen, um viele Jahre damit auszukommen.

Konkrete Empfehlungen für SSD Festplatten haben wir hier für euch arrangiert.

Bildquellen: Bru-nO / pixabay.com

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